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Festakt in der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin

(vom 05.02.2019)

 20 Jahre Arbeitsgemeinschaft kommunale und kirchliche Altersversorgung (AKA) e.V.
 Podiumsdiskussion zu Fragestellungen der betrieblichen Altersversorgung


Fotos: AKA

Am 12. Dezember 2018 hat in Berlin in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft der Festakt anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Arbeitsgemeinschaft kommunale und kirchliche Altersversorgung (AKA) stattgefunden. Die in der AKA zusammengeschlossenen Versorgungseinrichtungen stellen die Altersversorgung für über 7,8 Millionen Pflichtversicherte und Beitragsversicherte sowie über 1,6 Millionen Ruheständler sicher. An der Festveranstaltung nahmen zahlreiche Vertreter aus Politik und Gesellschaft teil.

 

Festveranstaltung in der Parlamentarischen Gesellschaft: Vortrag des AKA-Vorsitzenden Reinhard Graf

- Wichtige Bündelungs- und Vernetzungsfunktion eines Bundesverbandes

Die AKA nimmt dabei die für einen Bundesverband wichtige Bündelungs- und Vernetzungsfunktion für die einzelnen Zusatzversorgungskassen wahr, in dem sie auf eine gleichmäßige Durchführung der kommunalen Altersversorgung hinwirkt und ihr Fachwissen den für die Gestaltung der Altersversorgung des öffentlichen Dienstes verantwortlichen Entscheidern, sei es im Bereich der Politik oder der Sozialpartner, zur Verfügung stellt. In dieser Funktion steht die AKA seit jeher auch den Tarifvertragsparteien der Altersversorgungstarifverträge im öffentlichen Dienst (ATV und ATV-K) mit ihrer fachlichen Expertise zu Seite. Zunehmend wichtig wird auch die Rollenwahrnehmung der AKA auf der europäischen Ebene, wo sie mit Nachdruck auf die Notwendigkeit der Berücksichtigung der nationalen Besonderheiten der betrieblichen Altersversorgung im öffentlichen Dienst hinweist.

Vordere Reihe: Prof. Marcel Fratscher, Prof. Dr. h.c. Julian Nida-Rümelin, Staatsminister a.D., Heribert Karch (aba-Vorsitzender)

- Podiumsdiskussion der Sozialpartner zu wichtigen Aspekten der Zusatzversorgung

Im Rahmen der Festveranstaltung wurden in einer von Frau Anke Plättner (ARD Hauptstudio Berlin) moderierten Podiumsdiskussion wichtige Aspekte der Zusatzversorgung herausgestellt. An der Podiumsdiskussion nahmen für die Gewerkschaft ver.di der zuständige Verhandlungsführer für die Zusatzversorgung, Herr Dr. Oliver Dilcher, für dbb tarifunion und beamtenbund der Leiter der Tarifabteilung, Herr Volker Geyer, für den Bereich der Kirchenkassen Herr Vorstand Jörg Kruttschnitt und Herr Prälat Dr. Clemens Stroppel, sowie der Hauptgeschäftsführer des KAV NW, Herr Dr. Bernhard Langenbrinck, teil.

Podiumsdiskussion der Sozialpartner zur betrieblichen Altersversorgung unter Leitung von Anke Plättner (ARD Hauptstadtstudio Berlin)

- Betriebliche Altersversorgung als positiver asset beim Personalmarketing

In Ihren Statements hoben die Teilnehmer der Podiumsdiskussion hervor, dass die betriebliche Altersversorgung des öffentlichen Dienstes gerade in Zeiten des demografischen Wandels und des hieraus resultierenden Arbeitskräftemangels, einen nicht zu unterschätzenden Pluspunkt darstellt, der im Rahmen des Personalmarketings öffentlicher Arbeitgeber in den Personalgewinnungsgesprächen eine zunehmend wichtige Rolle einnimmt. Aus Arbeitgebersicht wurde nochmals hervorgehoben, dass durch die auf lange Prognosezeiträume ausgelegte versicherungsmathematische Betrachtung bei den Zusatzversorgungseinrichtungen eine langfristige Kalkulation und verbesserte Planbarkeit im Bereich der Zusatzversorgungsaufwände gegeben ist.

- Öffentliche Zusatzversorgung – nachhaltig und verlässlich

Besonders hervorgehoben wurde, dass die Besonderheit der Gestaltung des Leistungsrechts in der Zusatzversorgung, welche durch die Sozialpartner erfolgt, ein austariertes, sachnah gestaltetes Regelungskonzept ermöglicht. Bei einem Ausblick auf die nächsten 20 Jahre wurde in den einzelnen Statements angesprochen, dass mit den demografischen Entwicklungen sowie den Auswirkungen der Digitalisierung Unwägbarkeiten verbunden sind. Gerade vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass mit der betrieblichen Altersversorgung im öffentlichen Dienst eine nachhaltige und verlässliche Form der Altersversorgung besteht.

HGF Dr. Bernhard Langenbrinck

- Besonderheit der tarifautonomen Gestaltung der betrieblichen Altersversorgung durch die Tarif- und Sozialpartner

Wegen der Besonderheiten der betrieblichen Altersversorgung im öffentlichen Dienst, hoben Dr. Langenbrinck, Dr. Dilcher und Herr Geyer hervor, dass die auf Art 9 Abs. 3 GG fußende tarifautonome Gestaltung der Zusatzversorgung ein wichtiger Grundpfeiler der Betrieblichen Altersversorgung im öffentlichen Dienst darstelle. Es wurde an dieser Stelle als besonders wichtig erachtet, dass der nationale, aber auch der europäischer Gesetzgeber diesen Besonderheiten Rechnung tragen. Anders als z.B. bei Lebensversicherungen, bei denen auch Drittinteressen (Stichwort Shareholder value) mit hineinspielten, würde bei der Zusatzversorgung des kommunalen und kirchlichen Dienstes das Hauptaugenmerk den Interessen der versicherten Beschäftigten und Rentner einerseits sowie der Arbeitgeber und Einrichtungsträger andererseits gelten.

- Vorträge von Reinhard Graf, Prof. Marcel Fratscher, Prof. Dr. h.c. Julian Nida-Rümelin, Staatsminister a.D.

Zeitlich eingerahmt wurde die Podiumsdiskussion der Sozialpartner durch einen einführenden Vortrag des Vorsitzenden der AKA, Herrn Reinhard Graf, zu Historie, Aufgabe und Funktion der AKA, durch einen Vortrag von Prof. Marcel Fratscher (Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung - DIW Berlin) zur zukunftsfähigen Ausrichtung der betrieblichen Altersversorgung unter dem Aspekt der Vorsorge und Vermögensbildung in Zeiten der demografischen Veränderung sowie durch einen Vortrag von Prof. Dr. h.c. Julian Nida-Rümelin, Staatsminister a.D., zu Fragen der betrieblichen Altersversorgung unter dem Blickwinkel „Gerechtigkeit und Solidarität“.

Prof. Marcel Fratscher
Prof. Dr. h.c. Julian Nida-Rümelin, Staatsminister a.D.
Das Team der AKA
vlnr: Stefan Hebler (TdL), Dr. Armin Augat (KAV Bayern), Gabriele Axmann (KAV Mecklenburg-Vorpommern)
AKA-Vorsitzender Reinhard Graf
vlnr: Volker Geyer (dbb beamtenbund), Dr. Oliver Dilcher (ver.di), Dr. Bernhard Langenbrinck (KAV NW)
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Jahresbericht 2017/2018

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