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Kienbaum Studie zur Frage der Entgeltgleichheit - Podiumsdiskussion mit Arbeitsminister Schmeltzer

(vom 08.02.2016)

Am 8. Februar 2016 hat die Unternehmensberatung Kienbaum im Rahmen einer Informationsveranstaltung am Beispiel der Kreisverwaltung Unna aufgezeigt, wie sich die Frage der Entgeltgleichheit von Männern und Frauen in der Praxis vor Ort konkret darstellt.

Die Kienbaum Unternehmensberatung hat hierbei die aus der Privatwirtschaft bekannten Analyseverfahren „EG-Check“ und „Logik-D“ auf die Beschäftigtensituation in der Kreisverwaltung angewandt. Anstoß für die Analyse war eine Initiative des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, wonach analysiert werden sollte, in wieweit sich unter dem Gesichtspunkt der Entgeltgleichheit von Männern und Frauen Bedarf für tarifliche und personalwirtschaftliche Gerechtigkeitskorrekturen im Bereich des öffentlichen Dienstes ergeben könnten.

Für die Kreisverwaltung Unna hat die Studie ergeben, dass dort die Entgeltunterschiede als gering einzustufen sind. Durch die Analyse ist aber u.a. auch aufgezeigt worden, dass weibliche Beschäftigte dort den Großteil der Teilzeitbeschäftigten stellen, dass im Bereich der Führungskräfte mehr Männer als Frauen vorzufinden sind und dass Unterbrechungszeiten im Laufe des Arbeitslebens sich schwerpunktmäßig bei der Gruppe der weiblichen Beschäftigten niederschlagen würden. Vor diesem Hintergrund erweist es sich beispielsweise als wichtig und sachgerecht, in den Verwaltungen und Betrieben verbesserte Möglichkeiten für Beschäftigte zu schaffen, aus einer Elternzeit rasch wieder in das Berufsleben zurückkehren zu können.

In der anschließenden, von Prof. Sell moderierten Podiumsdiskussion, an der neben dem nordrhein-westfälischen Arbeitsminister Schmeltzer, dem Landrat des Kreises Unna, Herrn Makiolla, Frau Baranski-Müller vom DGB und Herrn Boggild, von der Kienbaum Unternehmensberatung auch der Hauptgeschäftsführer des KAV NW, Dr. Langenbrinck für den KAV NW teilnahm, wurde in den jeweiligen Einzelstatements aufgezeigt, welche Ergebnisse und Folgerungen aus der Kienbaumstudie gezogen werden können. Dr. Langenbrinck wies in seinem Statement u.a. darauf hin, dass sich gerade unter dem Aspekt des Demografischen Wandels die Frage der Gewinnung qualifizierten Personals in Zukunft verschärft stelle. Hier spiele z.B. auch die Erleichterung von Rückkehrmöglichkeiten aus der Elternzeit eine große Rolle, die derzeit überwiegend noch von Frauen in Anspruch genommen würde. Schon dieser Aspekt mache beispielhaft deutlich, dass die in der Kienbaumstudie angesprochenen Themenfelder weiter einen Fokus in der öffentlichen Debatte bilden.

Foto B Kalle - Kreis Unna

Frau Ersan (Kreisverwaltung Unna), Herr Boggild (Kienbaum Unternehmensberatung), Herr Landrat Makiolla, Frau Sträde (Regionalagentur Westf. Ruhrgebiet), Herr Arbeitsminister Schmeltzer (MAIS), Prof. Dr. Sell (FH Koblenz), Frau Baranski-Müller (DGB), Herr Dr. Langenbrinck (KAV NW)

 

Kienbaumstudie zur Entgeltpraxis - Ergebnispräsentation am 8. Februar 2016 in Unna

Foto B Kalle - Kreis Unna
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